Artikelformat

Der Raspberry Pi ist da

Mein neues Spielzeug ist da, somit bin ich Besitzer eines Raspberry Pi!
Auspacken, HDMI Kabel anschließen, Tastatur und Mail via USB Hub einstecken und den WLAN Stick einstecken, nun noch die fertig bespielte 16 GB SD Karte eingeschoben und Strom einschalten.

Hallo hier bin ich 😉

Der Raspberry PI meldet sich mit seinen „First-Start-Menü“.
Einfacher kann es nicht gehen einen neuen Rechner in betrieb zu nehmen. Nach dem ich noch einige Einstellungen im Startbildschirm angepasst habe, Tastatur Layout, Zeitzone, ect. und einen reboot durchgeführt hatte konnte ich die Oberfläche das erste mal starten. Dort habe ich noch die WLAN Einstellungen vorgenommen so das der Raspberry Pi nun auch im Netz ist.
Damit war der Besuch der Oberfläche auch schon beendet, herunterfahren und die nun nicht mehr gebrauchten Kabel zurück in den Schrank. Der Raspberry Pi wird nun sein Leben in einer kleinen Kiste irgend wo im Haus in der nähe einer Steckdose fristen und mit der COC Erweiterung von Busware.de die Haussteuerung übernehmen, dazu später mehr.
Zugegriffen wird auf den Raspberry Pi nur noch  über SSH, Telnet oder Web.

Mein erster Eindruck, ein tolles und günstiges Arbeitstier mit vielen Möglichkeiten.

Der Hardware Teil zur COC Erweiterung

Die nächsten Schritte sind nun die COC Erweiterung auf den Raspberry PI zu stecken und diese in betrieb zu nehmen. Hier zeigte sich das es extrem eng auf dem kleinen Raspberry PI zugeht und die Erweiterung nicht so einfach aufzustecken war wie gedacht.

Mitten unter der COC Platine ist eine Steckverbindung die deutlich größer ist als der Ausschnitt in der COC Erweiterung. Somit musste der bewegliche Teil der Verbindung entfernt werden um dann die COC Platine auf die vorgesehene GPIO Pfosten aufzusetzen. Der Schlitz in der COC Platine hätte gerne einige Zehntel größer ausfallen dürfen um die beiden Platinen zusammen zu bekommen. Nach einer gefühlten halben Stunde war aber auch dieser Schritt erledigt und der vorher entfernte Teil der Steckverbindung konnte zurück an ihren Platz wandern. Damit ist die Raspberry PI Hardware einsatzbereit. Eine kleine Anleitung für diese fummeligen Schritte gibt es auf der Produktseite von Busware.de

Der Software Teil um die Erweiterung in Betrieb zu nehmen

Damit die COC Erweiterung auch genutzt werden kann muss die serielle Schnittstelle „befreit“ werden. Dazu sind 2 Änderungen notwendig:

  • in /etc/inittab existiert eine Referenz „T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyAMA0 115200 vt100 “ diese muss gelöscht oder deaktiviert werden.
  • auch in der /boot/cmdline.txt gibt es zwei Einträge die entfernt werden müssen „console=ttyAMA0,115200“ und „kgdboc=ttyAMA0,115200

Damit sollte nach dem reboot die COC Erweiterung erkannt werden.
Testen kann man es in dem man in der SSH Shell folgenden Befehl absetzt:

sudo hexdump -C /sys/bus/i2c/devices/0-0050/eeprom

Der Raspberry Pi antwortet:

00000000  43 4f 43 20 56 31 2e 31  20 46 55 4c 4c 20 32 30  |COC V1.1 FULL 20|
00000010  31 33 2d 30 31 2d 31 38  0a ff ff ff ff ff ff ff  |13-01-18……..|
00000020  ff ff ff ff ff ff ff ff  ff ff ff ff ff ff ff ff  |…………….|
*
00000100

Sollte diese Antwort ausbleiben kann es sein das noch das Kernel aktualisiert werden muss.
Busware.de bietet dafür ein passenden Download an der auf den Raspberry Pi geladen werden kann:

wget http://files.busware.de/RPi/kernel+modules-3.2.27-busware.tar.gz

Danach das vorhandene Kernel sichern:

cp /boot/kernel.img /var/backups/kernel.orig.img

und das heruntergeladene Paket entpacken:

tar -C / -xzvf kernel+modules-3.2.27-busware.tar.gz

Nun einen reboot durchführen, danach noch einmal testen ob die COC Erweiterung nun angesprochen werden kann.

FHEM die Software zur Haussteuerung

Nun fehlt nur noch die Software zur Haussteuerung, ich nutze FHEM da ich schon vor Jahren die ersten Versuche damit unternommen hatte und sie in guter Erinnerung habe.

Um FHEM auf den Raspberry PI zu installieren geht es auf der SSH Shell weiter:

wget http://fhem.de/fhem-5.3.deb

Um das heruntergeladen Paket zu installieren

dpkg – i fhem-5.2.deb

Nun muss noch die Startdatei /etc/init.d/fhem angepasst werden damit die COC Erweiterung initialisiert werden kann. Dazu wird der Bereich zwischen ‘start’) und ‘stop’) wie folgend geändert:

‘start’)
echo “resetting 868MHz extension…”
if test ! -d /sys/class/gpio/gpio17; then echo 17 > /sys/class/gpio/export; fi
if test ! -d /sys/class/gpio/gpio18; then echo 18 > /sys/class/gpio/export; fi
echo out > /sys/class/gpio/gpio17/direction
echo out > /sys/class/gpio/gpio18/direction
echo 1 > /sys/class/gpio/gpio18/value
echo 0 > /sys/class/gpio/gpio17/value
sleep 1
echo 1 > /sys/class/gpio/gpio17/value
sleep 1
        echo “Starting fhem…”
        perl fhem.pl fhem.cfg
        RETVAL=$?
        ;;
‘stop’)

Um den COC auch in FHEM nutzen zu können ist eine Anpassung der /etc/fhem.cfg  notwendig.
Hier muss noch folgender Eintrag erstellt werden:

define COC CUL /dev/ttyAMA0@38400 1234

Die Zahlenfolge 1234 am Ende ist der „Hauscode“ mit der COC Signale an die Gerätschaften sendet.

Nach dem ich nun die Hardware und Software eingerichtet habe kann ich mit dem folgenden Link auf die Weboberfläche von FHEM wechseln.

http://<ipadresse der RasPI>:8083/fhem

Noch ist die Seite so wie der Telnet Zugang nicht geschützt und kann im eigenen Netz frei erreicht werden, das wird der nächste Schritt werden. Die bestellten Sensoren und Aktoren sind noch auf dem Postweg, so das ich erst mal mit den Wetterdaten von Yahoo experimentieren werden.

Autor: Radzio Frank

Jahrgang 66, ein Nordlicht das seine Wurzeln im Ruhrgebiet hat und seit 2001 im hohen Norden lebt und arbeitet. Mein Blog findet Ihr unter http://bloglich.de

2 Kommentare

  1. Ralf Neumann

    22/09/2013 @ 10:23

    Hallo,

    wie ist es mit der Hausautomatisierung und dem Raspi weitergegangen?

    Ich fange gerade an!

    Habe erst einen Wandthermostaten und 2 Heizungsventiele von MAX! integriert.
    Daer Anfang ist gemacht!

    Viele Grüße
    Ralf

    Antworten
    • Radzio Frank

      22/09/2013 @ 10:56

      Nun, ich habe ein Raum mit einer Heizungssteuerung ausgestattet und im Bad einen Lüfter der sich über die Luftfeuchtigkeit im Raum ein und aus schaltet. Was nun noch kommt wird wohl die Heizungssteuerung im Wohn- / Esszimmer werden und mal sehen ob die Auffahrt eine automatische Lichtsteuerung erhält. Momentan habe ich allerdings wenig Zeit für den Raspberry, aber der Winter kommt und dann kann ich mich darum kümmern.

      Zwei weitere RPI sind bestellt und ich experimentiere dann mit einem verschlüsselten IP6 Netz.

      Es bleibt spannend, sobald ich etwas vorzuweisen habe gibt es auch was neues im Blog.

      lg
      Frank

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.